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Blick auf das Bordell "Sex Inn" im Bahnhofsviertel Archivbild : Die Etablissements dürfen wieder öffnen. Corona-Lockerungen für eine weitere Branche: In Hessen dürfen Rotlicht-Etablissements wieder öffnen. Noch gelten aber strenge Auflagen.


Frankfurter Bordelle

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Rote Neonleuchten an den Fassaden, schummrige Beleuchtung in den Table-Dance-Bars: Das Bahnhofsviertel in Frankfurt erwacht nach der Corona-Pause. Frankfurt — Wummernde Bässe aus den Striptease-Bars, Freier, die vor dem Bordellbesuch ihre Kontaktdaten hinterlegen, Maskenzwang auf dem Weg zu Zimmern und Tischen. Seit Freitag Alles wie früher?

Lee
Alter: 20

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Frankfurt: prostitution nach corona-lockerungen wieder erlaubt

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein. Prostituierte fordern die gleichen Regeln ein wie andere körpernahe Dienstleistungen, doch die Stadt blockt ab. Bis Mitte Juli soll geklärt werden, wie es für die Prostitutionsstätten weitergeht. Der Bundesverband erotische und sexuelle Dienstleistungen Besd fordert die Einbeziehung von marginalisierten Sexarbeitenden in die Impfkonzepte der Bundesländer sowie eine gleichzeitige Öffnung der Branche mit anderen körpernahen Dienstleistungen.

Ein Hygiene- und Test-Konzept lägen jeweils vor, teilt der Verband mit. Die Verteilung der Impfstoffe habe sich zum entscheidenden Faktor für die Bekämpfung der Pandemie entwickelt.

Das Sozialministerium stellt derweil klar, dass in Hessen die Kommunen über niedrigschwellige Impfaktionen selbst entscheiden. Gezielte Impfaktionen für Prostituierte gebe es in Frankfurt zwar nicht, sagt Kirsten Gerstner, Sprecherin von Gesundheitsdezernent Stefan Majer Grüne. Drogenabhängige Prostituierte wurden etwa in Drogenhilfeeinrichtungen geimpft. Doch das Sozialministerium tritt hier auf die Bremse.

Die Forderung nach einer Gleichbehandlung sei auch daran gekoppelt, dass viele der Frauen gezwungen seien, trotz des Prostitutionsverbotes weiterzuarbeiten.

Bordelle und clubs in frankfurt dürfen wieder öffnen: frust über „unlogische bürokratiehürden“

Die Zahl steige bundesweit, sagt Weber. Dazu komme, dass viele von ihnen keine Rücklagen hätten und von Armut betroffen seien. Prostitution als solche wird aber gar nicht erwähnt.

Die Prostitution hat sich seitdem aber etwa in die Wohnungen der Freier verlagert. Die Betreiberin einer Terminwohnung in Bornheim erzählt im Gespräch mit der FR, dass sie vor kurzem einen Anruf einer rumänischen Prostituierten erhielt. Ich klärte sie dann auf, dass wegen Corona die Prostitutionsstätten geschlossen sind.

Was die rumänische Sexarbeiterin damit meint, sind einschlägige Internet-Portale. Dort können Sexarbeiter:innen Inserate aufgeben.

Auf einem Portal bieten derzeit allein in Frankfurt mehr als Sexarbeiterinnen ihre Dienste an. Viele Sexarbeiterinnen gehen mit Freiern in Hotels. Der Besd fordert daher auch eine Öffnungsperspektive für die Prostitutionsstätten. In Hessen ist die Sexarbeit im Stufenplan der Landesregierung nicht berücksichtigt. Es gelten hessenweit die Lockerungsstufen 1 und 2.

Lokale dienste

Stufe 1 greift, wenn die er-Inzidenz ab fünf Werktagen in Folge unterschritten wird. Stufe 2 tritt in den Landkreisen und kreisfreien Städten ein, in denen die Inzidenz nach Stufe 1 weitere 14 Tage unter ist oder sobald die Inzidenz fünf Tage unter 50 liegt. Über die Rücknahme der verbliebenen Einschränkungen, etwa bei Clubs und Prostitutionsstätten oder der Aufhebung der Masken- und Testpflichten, wird nach Angaben des Sozialministeriums spätestens vor den Sommerferien entschieden.

Die Betreiberin aus Bornheim bleibt skeptisch. Seit 15 Monaten sind ihre zwei Terminwohnungen dicht. Sie häufte Schulden an, verlor Einnahmen im sechsstelligen Bereich. Die finanziellen Defizite kann sie nur dank ihrer Familie ausgleichen. Ihr Glaube, dass sie im Sommer wieder öffnen kann, liegt bei Null.

Frankfurt: prostituierte fordern schutz

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Seit 15 Monaten sind die roten Lichter der Bordelle aus. Von Stefan Simon. Das könnte Sie auch interessieren.

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